Manual - Webseiten vermarkten
Barrierefreiheit
Beim Wort Barrierefreiheit denken viele noch immer an Seiten mit riesigen Buchstaben, so dass diese dann auch von sehschwachen Besuchern gelesen werden können. Dass dem nicht so ist, merkt man aber schnell, wenn man sich etwas näher mit der Materie befasst. Einige der Dinge, die wir im Rahmen des barrierefreien Zugangs tun können, helfen uns sogar, wenn es darum geht, die Seite für Suchmaschinen zu optimieren.Bei der Barrierefreiheit geht es darum, auch sehschwachen und sogar blinden Menschen den Besuch und die Bedienung unserer Seite zu ermöglichen. Diese Gruppe ist größer als Sie denken. Allein schon durch die immer älter werdende Bevölkerung gibt es auch immer mehr Menschen, deren Sehstärke im Laufe der Jahre mehr oder weniger nachgelassen hat. Sie sollten keinesfalls auf diese Gruppe verzichten, da dieser Personenkreis auch häufig recht finanzstark ist und so zu einem gern gesehen Kunden werden kann. Da nicht jeder Shopbetreiber seine Seite barrierefrei erstellt hat, entfällt bei dieser Personengruppe sogar ein Teil der Konkurrenz.
Sehbehinderte lesen mit Sehhilfen, z.B. Brille oder Lupe, oder auch technischen Hilfsmitteln in Form von spezieller Software, mit welcher sie sich die Seite anschauen. Für diese Gruppe ist es wichtig, dass die Schrift durch den Besucher skalierbar, also in der Größe veränderbar ist. Blinde hingegen lassen sich die Seite von speziell dafür entwickelter Software vorlesen. Hierbei ist es wichtig, dass die wichtigen Informationen als Text vorliegen und nicht als Bild oder zum Beispiel in einer Flash-Animation. Dennoch brauchen Sie natürlich nicht auf Bilder auf der Seite zu verzichten, hier wird dann der zugehörige Alt-Text vorgelesen. Dafür muss natürlich ein solcher vorhanden sein.
Links auf diesen Seiten dürfen nicht als Javascript angelegt sein, sondern müssen als HTML-Code vorliegen, damit sie von Lesesoftware erkannt werden. Sie sollten zusätzlich ein title-Tag enthalten, in dem eine zusätzliche Beschreibung untergebracht werden kann. Ferner sollten auf der Seite unsichtbare Sprungmarken (Anker) hinterlegt sein, durch welche die Lesesoftware leichter navigieren kann.
Denken Sie bei der Erstellung auch an andere Sehschwächen, wie etwa die Farbenblindheit. Insbesondere die Rot-Grün-Sehschwäche ist recht weit verbreitet (etwa 8% der Männer und 1% der Frauen). Hierauf gilt es vor allem bei Bildern und Bannern zu achten, aber auch bei der Wahl von Schrift- und Hintergrundfarben.
Ob und wie weit Ihre Seite barrierefrei ist, können Sie nur im begrenzten Rahmen selbst feststellen. Wenn Sie in Ihrem Bekanntenkreis jemand haben, der blind oder sehbehindert ist, lassen Sie diesen sich Ihre Seite betrachten. Ansonsten gibt es im Internet eine Reihe von Seiten, die zumindest die wichtigsten Unzulänglichkeiten erkennen können. Sie können sich auch mit den entsprechenden Verbänden in Verbindung setzen. Bei manchen ist es möglich, die eigenen Seite kostenlos oder gegen eine Spende analysieren zu lassen.
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